Um den Verbrauch in halbwegs sozialverträglichen Bahnen zu halten, hat der Audi RS7 Sportback jetzt auch einen Mini-Hybrid an Bord. 

Der Audi RS 6 Avant vor wenigen Wochen war erst der Auftakt. Audi packt jetzt dessen 600 PS starken V8-Bi-Turbo in die viertürige Gran-Turismo Karosserie des A7 und präsentiert das Geschoss auf der IAA als RS 7 Sportback.

 

Das Mildhybrid-System (MHEV) besteht aus einem 48-Volt-Bordnetz inklusive Riemen-Starter-Generator, der bei leichten Verzögerungen bis zu 16 PS Leistung zurückgewinnen kann. Geht der Fahrer im Bereich zwischen 55 und 160 km/h vom Gas, wählt das Antriebsmanagement eine von zwei Optionen. Je nach Fahrsituation und Einstellung im Fahrdynamikprogramm „Audi drive select“ rekuperiert der RS 7 Sportback oder „segelt“ mit ausgeschaltetem Motor. Beim Tritt aufs Gaspedal startet der Riemen-Starter-Generator den Motor dann wieder. Im Alltagsbetrieb sollen so bis zu 0,8 Liter weniger Sprit auf 100 Kilometern benötigt werden.

Aber auch eine serienmäßige Zylinderabschaltung (COD –  cylinder on demand) soll noch beim Spritsparen helfen. Dabei legt der V8 bei mittlerem Tempo vier Töpfe still, indem Einspritzung und Zündung abgeschaltet und die Ein- und Auslassventile geschlossen werden. Beim Tritt aufs Gaspedal werden sie sofort wieder zugeschaltet, wobei der Umschaltvorgang jeweils nur Millisekunden dauert und für Fahrer und Mitfahrer praktisch nicht wahrnehmbar sein soll.

 

Abseits dieser Spritspar-Ambitionen ist der RS7 natürlich hauptsächlich fürs resche Angasen gedacht. Mit konstanten 800 Newtonmetern Drehmoment zwischen 2100 und 4500 Touren sprintet der Hochleistungs-Sportback in nur 3,6 Sekunden auf 100, bevor er bei 250 km/h elektronisch eingebremst wird. Doch mit optionalem Dynamikpaket sind auch 280 km/h, mit dem Dynamikpaket plus sogar bis 305 km/h drin. Die Kraft des Achtzylinders wird serienmäßig über eine Acht-Stufen-Tiptronic sortiert und mit optimierten Schaltzeiten sowie einer neuen Launch-Control-Funktion an den permanenten Allradantrieb weitergegeben.

Ein rein mechanisch arbeitendes Mittendifferenzial verteilt dabei im Verhältnis 40 zu 60 auf Vorder- und Hinterachse und simuliert so einen hecklastigen Antrieb. Erst wenn Schlupf auftritt, gelangt automatisch mehr Antriebsmoment an die Achse mit der besseren Traktion. Wobei bis zu 70 Prozent nach vorn, bis zu 85 Prozent nach hinten fließen können.

 

Serienmäßig fährt der RS 7 Sportback mit Luftfederung inklusive geregelter Dämpfung und automatischem Niveauausgleich vor.

In der Normalposition liegt die Karosserie zehn Millimeter tiefer als bei einem A7 Sportback mit Serienfahrwerk. Ab Tempo 120 km/h senkt sie sich um weitere zehn Millimeter und bietet einen Lift-Mode, der den Wagen bei niedriger Geschwindigkeit um 20 Millimeter anhebt.  Alternativ und optional steht das RS-Sportfahrwerk Plus mit Dynamic Ride Control (DRC) zur Wahl. Es arbeitet mit Stahlfedern und dreistufig einstellbaren Dämpfern, die die Nick- und Wankbewegungen reduzieren und das Handling verbessern sollen.

 

Quelle: ampnet