E-Classics präsentiert auf der IAA den e-Käfer. Hinter dessen Heckklappe, wo sonst der Boxermotor werkt, verbirgt sich jetzt ein zusätzlicher Stauraum.

Leise, aber sehr agil rollt er über den Asphalt. Angetrieben wird er von einem Synchron-Elektromotor, der sonst im VW E-Up zum Einsatz kommt. Die Systemleistung liegt bei 82 PS (60 kW). Der Sprint von Null auf 80 Stundenkilometer wird herstellerseitig mit 8,4 Sekunden angegeben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 150 km/h.

2017 brachte die Firma E-Classics aus dem württembergischen Renningen einen ersten Prototypen auf den Weg, Volkswagen stellt ab sofort die technische Grundlage mit den Antriebs- und Getriebeteilen sowie den Batterien eine Kleinserie zur Verfügung. Die Kapazität des Lithiumionen Batteriepacks liegt bei 36,8 Kilowattstunden. Das soll laut Hersteller für eine Reichweite von mehr als 200 Kilometer reichen. Mit Schnell-Ladung ist die Batterie in 45 Minuten auf 80 Prozent Akkukapazität gebracht.

Als Reminiszenz an das klassische Cabrio ist auch beim elektrischen Modell das Verdeck mechanisch. Mit ein paar Handgriffen ist die „Stoffmütze“ verstaut. Von der Aufschrift „eKäfer“ an der Seitentür abgesehen, sind die veränderten Frontlichter und der Ladestecker hinter der rechten Heckleuchte die wesentlichen äußeren Erkennungsmerkmale.

Beim Interieur trifft cooler Retrolook auf die Vorzüge moderner Technik. Navi, Rückfahrtkamera, DSG-Wahlhebel und eine digitale Reichweitenanzeige sorgen für Komfort. Sofern man es mit dem Schalthebel ausgewählt hat, rekuperiert der Käfer sobald man den Fuß vom Gas nimmt. Damit lässt sich das Fahrzeug zumindest im Stadtverkehr im One-Pedal-Modus bewegen.

Als Kleinserie kommt der Käferumbau über zertifizierte Partner auf den Markt und Kleinserien gehen ins Geld. E-Classics bietet den Umbau für rund 49 000 Euro an. Davon entfallen allein 39 000 Euro auf das Batteriepaket. Wer noch keinen Käfer hat und direkt mit dem Klassiker in die E-Mobilität einsteigen möchte, der zahlt bis zu 99.000 Euro für Anschaffung eines Originals und dessen Elektrifizierung.

Quelle: ampnet