Zehn Jahre ist es nun her, dass Kia das erste Elektroauto vorgestellt hat. Zunächst war der knuffige Soul noch hauptsächlich konventionell mit einem Verbrenner motorisiert, die elektrische Variante war nur ein Derivat, wenngleich von Anfang an kein schlechtes. Jetzt geht die dritte Generation als Zwei- oder Viertürer an den Start, diesmal gibt es sie ausschließlich als Vollelektriker.

Gleich zwei Versionen bietet Kia an, eine für die Stadt und deren Umfeld, beides mühelos mit einer Reichweite von 276 Kilometer zu bereisen. Das zweite Modell ist für die Überlandfahrt gedacht. Es kommt im Messzyklus mit einem leistungsfähigeren Akku 452 Kilometer weit.

Den Unterschied macht nicht nur die Kapazität der Batterie aus, auch der Antrieb siedelt in unterschiedlichen Leistungsstufen. 136 PS (100 kW) leistet das Stadtauto, der Langstreckenläufer wird von einer 204 PS (150 kW) starken E-Maschine angetrieben. Die Beschleunigungswerte beeindrucken bei beiden: In 9,9 und 7,9 Sekunden sprinten die e-Soul-Versionen von Null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 155 und 167 km/h begrenzt.

Aber schnelles Fahren steigert den Verbrauch und verringert die Reichweite drastisch. Um die Zurückhaltung zu unterstützen, bietet der elektrische Kia verschiedene Fahrmodi an. Da gibt es zwar die Einstellung „Sport“ für maximale Fahrdynamik, doch empfehlen sich für alle, die weiterkommen wollen, eher die Programm „Comfort“ oder besser noch „Eco“ und „Eco plus“. Dabei reduziert der e-Soul nicht nur die Empfindlichkeit de Fahrpedals sondern auch die Energieaufnahme von Klimaanlage, Sitzheizung und anderen Verbrauchern an Bord.

Ist der Akku leer, dauert es an einem haushaltsüblichen Anschuss lange 19 oder sogar 31 Stunden, bis er wieder aufgeladen ist. Mit einer Wallbox, einer Wechselstrom-Ladeeinrichtung mit 4,5 kW Leistung sinkt die Dauer auf 9:30 oder 15 Stunden. An kräftigen Schnellladestationen mit 100 kW verringert sich die Standzeit auf 54 Minuten bei beiden Akkus. Die haben Kapazitäten von 39,2 und 64 kWh und bringen 315 beziehungsweise 457 Kilogramm auf die Waage. Über die Lebenserwartung der Akkus muss sich der e-Soul-Fahrer zunächst keine Sorgen machen. Die außergewöhnlich lange und bei Kia obligatorische Garantie von sieben Jahren erstreckt sich auch auf die Batterie.

Wie alle Elektriker gewinnt auch der Kia e-Soul beim Bremsen Energie zurück. Die Intensität lässt sich über Tasten am Lenkrad, die ähnlich wie Schaltwippen bei automatischen Getrieben angeordnet sind, einstellen.

Die Basisausstattung ist umfangreich. 17 Zoll große Leichtmetallräder zählen unter anderem dazu, das TFT-Display im Cockpit LM Räder, Notbrems- und Stauassistent ebenfalls. Außerdem stehen sieben Bicolor-Versionen bereit bei denen das Dach in Kontrastfarben lackiert wird. Das Ambiente-Licht und ein Interieur in Rot, Grün oder Gelb bringen außerdem Farbe ins Spiel.

Quelle: ampnet