Nach dem e-Vito und dem e-Sprinter kündigte Mercedes-Benz jetzt den EQV an. Gedacht ist der Achtsitzer eher für Shuttle-Dienste und Lieferdienste im urbanen Raum, aber auch Privatkunden, die für Familie und Hobby Raum benötigen, sollen auf ihre Kosten kommen. Immerhin 405 Kilometer Reichweite gibt Mercedes-Benz für den EQV unter guten Bedingungen und bei sparsamer Fahrweise an, das sollte in den meisten Fällen ausreichen.

„Das Bedürfnis der Menschen nach urbaner und suburbaner Mobilität auf umweltverträgliche Art nehme beständig zu“ , sagt Marcus Breitschwerdt, Chef der Van-Sparte bei Daimler.

Die Fahrdynamikdaten des EQV sind für ein Auto dieser Art beachtlich. Neben der respektablen Reichweite kann der 204 PS starke Elektromotor den Van auf bis zu 160 km/h beschleunigen. 27 kWh verbraucht die Maschine im NEFZ-Zyklus. Der modular aufgebaute Lithiumionen-Akku wiegt rund 700 Kilogramm und hat eine Kapazität von 100 kWh. Er kann mit Haushaltstrom geladen werden, was allerdings eine gefühlte Ewigkeit dauert.

Schneller geht es mit einer Wallbox und 11 kW Ladestrom, dann ist die Batterie nach zehn Stunden voll. An einer Schnell-Ladestation mit Gleichstrom und 110 kW dauert es lediglich 45 Minuten bis der Füllstand des Akkus von zehn auf 80 Prozent gebracht ist. Auch während des Betriebs wird der Akku mit Energie versorgt. Durch Rekuperation fließt beim Bremsen Strom zurück. Diese kann über Schaltwippen am Lenkrad in ihrer Intensität variiert werden.

Einschränkungen beim Raumangebot muss man beim EQV nicht in Kauf nehmen. Aufgrund der günstigen Fahrzeugarchitektur finden die Akkus unter dem Wagenboden Platz. Die Kraft überträgt ein Ein-Gang-Getriebe, die Kühlung und die Leistungselektronik sind gemeinsam unter der Motorhaube eingebaut. Innen können weiterhin sechs bis acht Plätze installiert werden. Mercedes bietet den EVQ in zwei Längen und Radständen an. Basis ist die Version mit 5,14 Meter und einem Radstand von 3,2 Metern.

Dank der Gleichteile-Strategie kann der EQV ebenso wie der e-Vito gemeinsam mit den konventionell angetriebenen V-Klassen auf einer gemeinsamen Produktionslinie im nordspanischen Werk Vitoria gefertigt werden. Seine Publikumspremiere erlebt der Elektro-Van in Frankfurt auf der IAA im September und soll dann auch bestellbar sein. Zu den Händlern kommen die ersten Exemplare Anfang 2020. Einen Preis nannte Daimler noch nicht.

Quelle: ampnet, Werk