Seit September 2018 ist die bereits dritte Generation des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander am Markt – über die gesamte Bauzeit mauserte sich das Auto zum meistverkauften SUV mit Plug-in Hybrid Technik in Europa.

Damals, 2013 präsentierte Mitsubishi mit dem Outlander PHEV das „erste Plug-in-Hybrid-SUV der Welt“ und fuhr damit flugs an die Spitze der europäischen Verkaufsstatistiken. Insgesamt hat Mitsubishi seither europaweit über 100.000 Plug-in Hybrid Outlander verkauft. Dies macht den Mitsubishi zum Champion in seinem Genre.

Die letzte Verjüngungskur lieferte mehr Leistung, mehr Drehmoment und ein deutlich geringeres Geräuschniveau gegenüber dem Vorgänger.

Gleich drei Motoren treiben den Mitsubishi Outland PHEV an: Ein 2,4 Liter großer und 135 PS starker Benziner mit 211 Nm Drehmoment sowie zwei Elektro-Aggregate an den Achsen – 82 PS vorne und 95 PS hinten leistend. Zusätzlich zeichnet den Benziner eine Besonderheit aus: Er arbeitet im Niedrig- und Teillastbereich nach dem sogenannten Atkinson-Zyklus, einer Technik mit variabler Ventilsteuerung, die ihm einen höheren Wirkungsgrad bei gleichzeitig höherer Leistung verleiht.

Als Generator funktioniert der Verbrenner bei Bedarf die beiden E-Motoren zu Akkus um, die ihre Elektrizität dann an die 80 Zellen der 300 Volt-Lithium-Ionen Batterie schicken. Dies sorgt bei einer rein elektrischen Fahrweise für eine realistischen Reichweite von rund 45 Kilometer – Mitsubishi gibt 54 an, gibt sich also realitätsnah.

Der Mitsubishi Outlander PHEV lässt sich vortrefflich im EV Modus bewegen. Bis zur elektrischen  Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h schaltet sich der Benziner bei ausreichender Batteriekapazität gar nicht dazu, danach ist mit Hilfe des Verbrenners eine Spitze von 170 möglich. Das reißt zwar keinen vom Hocker, passt aber perfekt zum entspannten und ruhigen Charakter des Outlander. Bei forscher Gangart schüttelt der Benziner dann nämlich auch seine akustische Zurückhaltung ab.

Geladen werden kann auch während der Fahrt im Charge-Modus per Rekuperation. Sinnvoller ist das Ganze natürlich an der Steckdose per Kabel: Soll heißen, in 25 Minuten per Schnell-Ladung an der Ladesäule bis auf 80 Prozent der Kapazität oder in fünfeinhalb Stunden an der 230 Volt Haushaltssteckdose voll.

Äußerlich hält sich der der Outlander zurück. Der seit einem Jahr neu gestaltete Kühlergrill mit darüber platziertem „Outlander“-Schriftzug, darunter das sogenannte „Dynamic Shield“, welches auch hinten als Heckstyling-Element wiederkehrt sowie flottere Scheinwerfer- und Nebelscheinwerferumrandungen erinnern ein wenig an einen Land Rover.

Anders als der Mitbewerb, montiert Mitsubishi relativ kleine 18 Zoll Räder – dies wirkt zwar etwas „oldschool“, sorgt allerdings für perfekten Abrollkomfort.

Nobel geht es im Innenraum zu – die Ausstattung ist überkomplett. Einige Schalter und die Armaturen wurden im Zuge der letzten Überarbeitung neu gestaltet und die im Testwagen im Rautenmuster belederten Sitze bieten nicht nur Bequemlichkeit für längere Reisen, sondern auch Halt bei Fahrten im Gelände. Denn der Outlander macht nicht nur auf Asphalt eine gute Figur, er bewältigt auch ruppiges Gelände ohne Probleme.

Geht es im rein elektrischen Modus dahin, bleibt der Outlander für seine Insassen weitgehend geräuschlos, während seine Umgebung durch ein synthetisches Fahrgeräusch à la Klingonenangriff auf die Annäherung des SUV aufmerksam gemacht wird. Noch vernehmbarer ist nur die soundstarke Hifi-Anlage mit ihrem satten Bass aus dem voluminösen Subwoofer im Kofferraum.

Daten Mitsubishi Outlander PHEV 4WD
Motor: Vierzylinder-Benziner, 2360 ccm
Leistung: 135 PS
Drehmoment: 211 Nm bei 4500 U/min
E-Frontmotor: 82 PS, 137 Nm
E-Heckmotor: 95 PS / 70 kW, 195 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h (135 km/h elektrisch)
0 auf 100 km/h: 10,5 Sek.
Elektr. Reichweite im Test: 45 km
ECE-Durchschnittsverbrauch: 1,8 Liter
Basispreis (Business Connect): 45.450 Euro
Testwagenpreis (Diamond Connect): 52.850 Euro