Skodas erstes vollelektrisches Modell, der Citigo e iV betritt die Bühne. Der Citigo legt seine Verbrenner-Vergangenheit ab und wird zukünftig ausschließlich mit vollelektrischem Antrieb erhältlich sein. 

Der elektrifizierte Citigo e iV ist dabei aber nur der Auftakt.

„Bis zum Jahr 2025 werden die Elektromodelle einen Anteil von 25 Prozent unserer Produktion erreichen, und in den kommenden fünf Jahren werden wir zwei Milliarden Euro in die Entwicklung von Elektromobilen investieren“, erklärt Skoda-Chef Bernhard Maier. „Gleichzeitig investieren wir bis dahin 32 Millionen Euro in den Aufbau von 7000 zusätzlichen Ladesäulen in Europa.“

Der Citigo e iV soll, so Skoda, mit einem Basispreis von „weniger als 20 000 Euro an den Start gehen“, wenn er Anfang 2020 bei den Händlern steht. Das ist durchaus als Kampfansage zu verstehen. Dank diverser staatlichen Elektroprämien sollte sich dann der Endpreis bei rund 15 000 Euro für einen vollwertigen Stadtwagen mit vier Türen (plus Heckklappe) einschließlich Batterie und einem europaweiten Händlernetz einpendeln. Das kann aktuell keiner der Neulinge bieten.

Als Reichweite geben die Verantwortlichen bei Skoda 265 Kilometer nach der WLTP-Messmethode an. Angetrieben wird der elektrische Citigo von einem 83 PS (61 kW) starken Elektromotor. Die im Wagenboden montierte Batterie hat eine Kapazität von 36,8 kWh und kann je nach Lademöglichkeit bis zwölfeinhalb Stunden an einer Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Allerdings steht die Schnell-Ladetechnik (80 Prozent innerhalb einer Stunde) erst mit der Version Style in der Preisliste.

Das maximale Drehmoment liegt bei 210 Newtonmetern, und 12,5 Sekunden vergehen zwischen Null und 100 km/h. Den Zwischensprint von 60 bis 100 km/h schafft der Citigo nach Werksangabe in 7,6 Sekunden. Bei Tempo 130 km/h ist die maximale Geschwindigkeit erreicht. Ganz im Geiste der Skoda „Simply clever“-Philosophie“ bietet die Marke ihren Kunden zudem eine Wallbox zum Laden im heimischen Carport oder der Garage an. Der Preis wird irgendwo zwischen 600 und 1000 Euro liegen.

Das zweite Modell der neuen iV-Baureihe ist gleich einige Nummern größer. Ebenfalls am Anfang des kommenden Jahres wird das gerade dezent überarbeitete Topmodell Superb als Plug-in-Hybrid bei den Händlern stehen. Der elektrifizierte Superb, verspricht Skoda, erreicht als Limousine und Kombi eine elektrische Reichweite von 55 Kilometern (nach WLTP). Die im Wagenboden montierte Batterie besitzt eine Kapazität von 13 kWh. Die Kombination des 1,4 TSI-Benziners mit 156 PS (115 kW) und einem 116 PS (85 kW) leistenden Elektromotors ergibt eine Systemleistung von 218 PS (160 kW), was wiederum eine Gesamtreichweite von bis zu 850 Kilometern ergeben soll. Die CO2-Emissionen liegen bei weniger als 40 Gramm je Kilometer.

Neben dem elektrischen Citigo und dem elektrifizierten Superb wird Ende 2020 der vollelektrische SUV Vision iV auf den Markt rollen. Seine Weltpremiere wird das Modell vermutlich im nächsten März auf dem Genfer Automobilsalon erleben.

Generell wird Skoda bei den elektrifizierten Antrieben in Zukunft alle Möglichkeiten anbieten – von der 48-Volt-Technik als Mild Hybrid bis zu den batterieelektrischen Antrieben. Daneben bleiben vernünftigerweise auch die konventionellen Antriebe im Visier der Entwickler.

„Wir glauben an die Zukunft des Diesels, und außerdem werden wir weiterhin Varianten mit Erdgasantrieb im Programm behalten“, blickt Skoda-Deutschland-Geschäftsführer Frank Jürgens in die Zukunft.