ElectroFUN-Webdesigner Jürgen – bekennender Vespa-Fan und Besitzer einer 300er GTS hat die Vespa Elettrica getestet.

Wir haben die neue Vespa Elettrica L1E beim Vespacenter in Traun abgeholt. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Inhaber Peter für seine spontane Unterstützung.

Nach erfolgreicher Übergabe und Einschulung im Vespacenter Traun, durfte ich die erste Fahrt in unser Büro (Netzwerkkapitäne) antreten.

Als Besitzer einer Sound-starken 300er Vespa war ich natürlich gespannt, wie sich eine elektrische Vespe anfühlt. Doch schon auf den ersten paar Metern wurde meine Fahrt durch ein störendes Piepsgeräusch unterbrochen. Ich konnte mich daran erinnern, dass mir im Geschäft erklärt wurde, man könne ein Warnsignal im neuen Rückwärtsgang (!) der Vespa einstellen. Ihr kennt das sicher von den LKW`s oder Pistenraupen. Wie sich herausstellte, gilt das Signal scheinbar auch beim Vorwärtsfahren. Unter dem Motto: „Achtung jetzt komme ich!“. Kurz stehengeblieben und deaktiviert und die Fahrt konnte lautlos weitergehen.

Erstes Fazit: Vespa cool, super Farbe, schöne blaue Farbelemente, Chrom, LED Tacho, macht dank 4 kW und kurzfristig bis zu 200 Newtonmeter Drehmoment richtig Spaß – auch in der kleinen Ausführung.

Natürlich habe ich dann das Fahrzeug nach Hause gebracht und dort war es bereits beim Eintreffen der Hit. Nachbarn und Familie haben die kleine Silberblaue sofort ins Herz geschlossen.

 

Einige Details: Das Handschuhfach fällt – wie bei Vespa üblich – klein aus, natürlich gibt’s auch hier den praktischen USB Port.

Im Helmfach findet ein Standard-Vespa-Jethelm Platz. Unten auch am Bild zu sehen: Die Abdeckung vom Ladekabel (dort befindet sich sonst der Tankdeckel). Diese Abdeckung muss immer nach dem Laden wieder verschraubt werden, ansonsten bewegt sich die Vespa nicht – (Microkontakt). Der Lithium-Ionen Akku ist übrigens nach vier Stunden an der Haushaltssteckdose wieder vollgeladen.

 

Nach einem kleinen Fotoshooting vor meinem Haus war es Zeit für eine richtige Ausfahrt. Wir wohnen unweit der Obst- und Hügelregion Scharten – nahe Eferding, quasi die Toscana von Oberösterreich.

Es ist schon ein herrliches Gefühl nahezu lautlos durch die Landschaft zu cruisen. Nur ganz leise hört man den Elektromotor surren, was aber nicht weiter störend ist. Witzige Details am Rande: Es gibt wie schon oben erwähnt einen Rückwärtsgang, sowie natürlich auch einen ECO Mode – dann gehen sich allerdings nur mehr müde 30 km/h aus – es bleibt dann also noch mehr Zeit, die wunderschöne Landschaft zu bewundern. Der erste Teil der Strecke war dabei locker zu bewältigen. Bei der 13 Prozent steilen Bergfahrt wurde es dann aber schon ein wenig zäh. Oben angekommen genoss ich den grandiosen Weitblick und auch die Vespa war sofort wieder Publikumsmagnet.

Meine persönliche Meinung zur Vespa Elettrica:

Super schöne und bequeme Art von A nach B zu gelangen. Die Vespe hat ihre Berechtigung auch bei Überlandfahrten – es sollte halt eher flach dahingehen. Der wirkliche Lebensraum der Vespa Elettrica ist wie erwartet aber die City – dort spielt sie ihre Stärken dann perfekt aus. Kurze Ladezyklen, eine brauchbare Reichweite von bis zu 100 Kilometern, die kompakte Bauart und der gute Durchzug bringen den Elektrofun, wie wir ihn lieben. Preis EUR 6.690,- (mit österreichischer Förderung EUR 5.920,-)